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28.03.10 19:53

ZWIEBELFISCH 9: ‘Chelsea Hotel’

Der Titel »Zwiebelfisch« ist ein Fachbegriff der Typografie, denn diese Zeitschrift wurde 2002 an...


10.09.09 18:23

ILLUSTRATIVE 2009

Das Kunstfestival „Illustrative“ ist zurück in Berlin


10.09.09 18:23

Young Illustrators Award

Bis zum 30. September läuft die Anmeldefrist für den Young Illustrators Award! Der ZWIEBELFISCH...


10.08.09 18:50

ZWIEBELFISCH 8: ‘Branded Pop’

Das neue Hochschulmagazin für junge DesignerInnen. ZWIEBELFISCH »Branded Pop« Ausgabe 2008: Madonna...


28.10.08 09:33

5. Designforum Freiburg präsentiert:

ZWIEBELFISCH Branded Pop

Vermarktungsstrategien der Popmusik

Samstag, 28.02.2009 | ab 10 Uhr...


16.07.08 17:26

ZWIEBELFISCH-Party

Cocktails, Lounge, Deco und Musik zum Abtanzen über den Dächern von Freiburg mit DJ Cheezery...


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10.08.09 18:50

ZWIEBELFISCH 8: ‘Branded Pop’

Von: Wolfgang Wick

Das neue Hochschulmagazin für junge DesignerInnen. ZWIEBELFISCH »Branded Pop« Ausgabe 2008: Madonna als Marke. Die Branding-Strategien der Popkultur. Stay tuned!

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Aus dem Editorial ZWIEBELFISCH 8: ‘Branded Pop’

Bumm bumm dä, dbumm bumm dä, wie, wo, was weiß – weiß irgendjemand, ob Freddie Mercury sich über den aktuellen Obi-Werbespot amüsiert hätte? Über die wunderbare Brechung: beleibte Orangehemden als Pophelden rocken den Baumarkt? Wahrscheinlich mehr als John Lennon, dessen Imagine Marketingstrategen nutzten, um einem Stromkonzern imageverbessernde Weltverbessererinhalte zuzuordnen. Beide Musiker sind eh tot, so stellt sich laut Poptheoretiker Diedrich Diederichsen nicht die Frage nach deren Korruptheit. Aber nach Branding: Farben, Schriften, Logos. Ikonen zu Icons. Heartagram, Büffelhorn, toltekischer Petroglyph. Boing bumm tschak.

Dass Marke Madonna 50 wird, daran kommt auch ZWIEBELFISCH nicht vorbei, siehe Titel (Michelangelo Mochi), Thesen (Joachim Schneider), Temperamente (Michel Lutz, André Rössler). Popliterat Dietmar Dath widmet sich lieber Bands wie Turan Büyüksen Collective oder Bengalenstein, The Nakagami Slashers oder Dwight Tsvangirai. Wahrheit oder Pflicht? Säusel, Säusel, Sing, Träller, ein Blick on stage des Freiburger Theaters bringt Bilder zu den illustren Namen. Richtig echt ist Punkpoetrusse Viktor Zoj von KINO, aber auch schon tot. Punk dagegen lebt! Lebte zumindest bis zum Oktober 2006, da wurde das CBGB geschlossen, jener Schuppen in New York, in dem Dirk Görtler, Dozent an der Freien Hochschule für Grafik-Design & Bildende Kunst e.V. Freiburg, die Ursprünge des Punks verortet.

Vielleicht dann eher ein schickes Tschickä tschickä kling kling: Ethnoporzellanfee Sa Dingding singt meist auf Tibetisch, von tiefen Mönchskehlen begleitet. Das ist politisch korrekt, da können Stimmen aus dem Off noch so lange nach den Bösen im Musikgeschäft suchen, genauso wie – sula testa – sonnenverwöhnte Römer über die Besitzer der Popmusik diskutieren. Denn selbst ZWIEBELFISCH sehnt sich danach, Teenie und Teil des Drei-Komponenten-Modells einer Star-Fan-Beziehung zu sein. Schrei, Kreisch, da-dumm dumm, Kaulitz & Co zeigen Zungenpiercings.

It’s – mehr als – just a jump to the left, um von dort auf John L. Walters zu treffen. Der Ex-Electronic-Dance-Jazz-Rocker und heutige Chefredakteur vom Design Magazin EYE fährt gerne Jazz Taxi rund um Londons Telegraph Hill und findet doch weltweit keinen branded Jazz. Logo? No go!

Na dann: Eins, Schnipp, drei, Schnipp!
Wolfgang Wick


P.S.: Typografie rockt: In jedem ZWIEBELFISCH finden Sie einen handgedruckten Bleisatzabzug.